Wie fit ist unsere Landwirtschaft?

Ein „Gesundheitscheck" für die Landwirtschaftspolitik der EU soll gewährleisten, dass dieser Wirtschaftszweig fit genug für die neuen Herausforderungen und künftige Chancen ist.

Wie geht die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU mit neuen ökologischen Herausforderungen wie Klimawandel, Wasserbewirtschaftung und dem Schutz der biologischen Vielfalt um? Ist sie in der Lage, die Möglichkeiten der Biokraftstoffe zu nutzen? Und wie wirkte sich die Erweiterung der EU auf 27 Länder auf sie aus?

Um herauszufinden, wie die GAP angepasst werden kann, um den Landwirten das Leben zu erleichtern und dabei die Interessen der Verbraucher und Steuerzahler zu wahren, wird die Kommission einen „Gesundheitscheck" durchführen.

Bei dieser Überprüfung geht es um drei wichtige Aspekte:

Wie kann das System der direkten Zahlungen an Landwirte vereinfacht werden, bei dem Beihilfen nicht mehr produktionsbezogen gezahlt werden?
Wie können die Marktstützungsinstrumente (z. B. Quoten) an die heutige wirtschaftliche Lage angepasst werden?
Wie kann die Umwelt durch moderne Technologien und neue Anreize besser geschützt werden und wie kann dies finanziert werden?
Das Projekt baut auf der Reform der GAP im Jahre 2003 auf, mit der die Art der Unterstützung der Landwirtschaft durch die EU geändert wurde. Die Landwirte können nunmehr das herstellen, was von den Verbrauchern verlangt wird; dies macht die europäische Landwirtschaft wettbewerbsfähiger. Der „Gesundheitscheck" wird diesen Modernisierungsprozess weiterführen.

„Wir setzen somit bei einer modernen und deutlich verbesserten Agrarpolitik an, die kaum mehr dem überholten Bild entspricht, das in der Öffentlichkeit immer noch gern gezeichnet wird", sagte Landwirtschaftskommissarin  Mariann Fischer Boel. „Die Landwirte können selbst entscheiden und sich am Markt orientieren, sie müssen strenge Umwelt- und Tierschutzauflagen einhalten, und die berüchtigten  Butterberge gehören der Vergangenheit an.[…] Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen können."

Die Kommission plant nunmehr eine Konsultation mit den Interessenvertretern und wird zur Einleitung der Diskussion zwei Seminare veranstalten. Die Ergebnisse dieser Diskussionen werden in konkrete Vorschläge für Rechtsakte einfließen, die im Frühjahr 2008 vorgelegt werden sollen.

Häufige Fragen zum Gesundheitscheck 


Reform der Landwirtschaft – Ihre Meinung ist gefragt
Vom Erzeuger bis zum Verbraucher
http://ec.europa.eu/publications/booklets/move/46/...